Die Infrarottherapie hat sich als wertvolles Mittel in der Pferdephysiotherapie etabliert. Doch wie genau wirkt sie im Körper des Pferdes? Entscheidend ist die Tiefenwirkung von IR-A-Strahlen (700–1400 nm), die mehrere Zentimeter ins Gewebe eindringen können. Dort entfalten sie gleich mehrere therapeutisch wirksame Effekte:
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Durchblutungsförderung: Die erzeugte Tiefenwärme führt zur Erweiterung der Blutgefässe (Vasodilatation) und verbessert die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung im behandelten Gewebe [1].
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Zelluläre Effekte: Durch die Aktivierung der Mitochondrien wird die ATP-Produktion in den Zellen gesteigert, was den Zellstoffwechsel ankurbelt und Heilungsprozesse beschleunigt [2].
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Muskelentspannung: Die Wärme reduziert Muskeltonus und unterstützt die Lösung von Verspannungen [3].
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Lymphaktivität: Der Abtransport von Stoffwechselendprodukten wird angeregt, was entzündungshemmend wirkt [4].
Diese Prozesse machen die Infrarottherapie zu einer sanften, aber wirkungsvollen Unterstützung bei der Regeneration und Prävention.
Quellen:
[1] Enwemeka, C. S. (2004). The effects of therapeutic light on cell metabolism. Photomedicine and Laser Surgery.
[2] Karu, T. (1999). Primary and secondary mechanisms of action of visible to near-IR radiation on cells. Journal of Photochemistry and Photobiology B.
[3] Draper, D. O. et al. (1998). Infrared heating pads in muscle relaxation: A randomized controlled trial. Journal of Athletic Training. [4] Lehmann, J. F., & deLateur, B. J. (1990). Therapeutic Heat. Physical Medicine and Rehabilitation.